E-Mail-Marketing Glossar

Whitelisting

Beim Whitelisting wird eine IP-Adresse oder eine Domain in eine Liste vertrauenswürdiger Adressen eingetragen. Somit wird diese Adresse beim E-Mail-Versand als sicher eingestuft und stellt somit auch die Zustellung sicher.

Beispiele für bekannte Whitelists sind die DNS-Whitelist (kostenfrei) und die Certified Senders Alliance (kostenpflichtig).

Vorlage

siehe Template

URL

URL steht für Uniform Resource Locator und beschreibt eine nutzerfreundliche Adresse einer Website. Im Gegensatz zur IP-Adresse, die sich nur aus Zahlen zusammensetzt, besteht die URL in der Regel aus Wörtern und Zahlen, die auf den Inhalt der Seite zurückschließen.

Cross-Channel-Marketing

Unsubscribe Link

Customer Lifecycle

Unter dem Customer Lifecycle versteht man die verschiedenen Phasen einer Beziehung zwischen Kund:innen und Anbieter:innen. Im E-Mail-Marketing erstreckt sich der Lifecycle vom Erstkontakt bis hin zur letzten Phase, der Inaktivität.

Je nachdem in welcher Phase des Lifecycles die Kund:innen sich befinden, werden inhaltlich passende E-Mails mit dem Ziel der Kundenbindung verschickt. Für die Ansprache von Kund:innen in den unterschiedlichen Lebenszyklen empfiehlt es sich, mit Automationen zu arbeiten. So durchlaufen Leads eine Willkommensstrecke, um das Unternehmen besser kennen zu lernen. Aktive Kontakte erhalten Loyalty E-Mails, passende Produktempfehlungen oder Cross- und Upselling Mails. Bei inaktiven Kontakten lohnen sich Reaktivierungsstrecken.

Abmeldelink

Jeder Newsletter muss die Möglichkeit einer Abmeldung enthalten, um DSGVO-konform zu sein. Dafür wird ein Link im Footer der E-Mail platziert, der den Abmeldevorgang startet. Die Abmeldung sollte den Kontakten nicht unnötig erschwert werden, sondern am besten mit nur einem Klick möglich sein.

Preference Center können Abmeldungen verhindern. Hier haben die Kontakte die Möglichkeit, zum Beispiel die Versandfrequenz zu minimieren oder sich nur für bestimmte Inhalte anzumelden.

Zustellrate

Unter der Zustellrate versteht man das prozentuale Verhältnis von versendeten E-Mails zu erfolgreich zugestellten Mails. Die Zustellrate stellt damit das Gegenstück zur Bouncerate dar. Liegt die Zustellrate der E-Mails unter 95%, sollte dem Ganzen auf den Grund gegangen werden. Meistens geht eine niedrige Zustellrate mit einer schlechten Sender-Reputation oder einem nicht DSVGO-konformen E-Mail Marketing einher.

X-Channel-Marketing

Unter dem Cross-Channel-Marketing versteht man die Verknüpfung verschiedener Kanäle, wie z.B. Social Media, E-Mail und postalischem Versand zum Zweck der Kundenbindung. Die aufeinander und auf das jeweilige Medium abgestimmten Kampagnen werden kanalübergreifend gespielt. Das Ziel dabei ist, dem Kunden mehrere Touchpoints mit dem Unternehmen oder dem Produkt zu ermöglichen.

Die E-Mail hat im Cross-Channel Marketing eine wichtige Rolle. Durch das vorher aufgebaute Interesse des Kontaktes am Unternehmen, gibt die E-Mail die Möglichkeit, nun mit dem Kontakt in einen persönlichen Dialog zu treten.

Willkommensstrecke

Nachdem sich der Kontakt für einen Newsletter angemeldet hat, ist er in der Regel besonders interessiert an dem jeweiligen Unternehmen oder der Marke. Dieser Zeitpunkt sollte daher für den ersten persönlichen Kontakt genutzt werden. Dafür bietet es sich an, eine Willkommenstrecke aufzusetzen, d.h. eine automatisierte E-Mail, die ausgelöst wird, wenn ein neuer Kontakt in den E-Mail-Verteiler läuft. Daraufhin bekommen Empfänger:innen eine oder mehrere E-Mails zugeschickt, in denen sie das Unternehmen, die Produkte oder das Angebot besser kennenlernen, die Werte und Hintergrundgeschichten erzählt werden können und eine Bindung aufgebaut werden kann. Gleichzeitig bietet eine Willkommensstrecke die Möglichkeit, die Kontakte besser kennenzulernen, um nachfolgende E-Mail-Kommunikation besser auf sie zuschneiden zu können.

Warenkorbabbruch

Legen Kund:innen beim Online-Einkauf Produkte in den Warenkorb, schließen die Bestellung aber nicht ab, werden sie zu Warenkorbabbrecher:innen. Auf alle Branchen gesehen, liegt die Warenkorbabbruchsrate bei ca. 80%.

Es gibt verschiedene Gründe für einen Warenkorbabbruch: Beispielsweise können zu hohe Versandkosten oder andere unvorhergesehene Kosten, ein komplizierter Checkout oder technische Probleme zum Abbruch des Einkaufs führen. Im E-Mail-Marketing kommt hier ein Abandoned Cart Mailing zum Einsatz. In dieser automatisierten Nachfass-Mail werden die Kund:innen nochmal an ihren nicht abgeschlossenen Einkauf erinnert, können diesen fortsetzen und abschließen.

Versanddienstleister

Template

Im E-Mail-Marketing versteht man unter einem Template eine HTML-Vorlage, die zur Erstellung von E-Mail-Kampagnen oder Newsletter verwendet wird. Ein optimiertes Template vereinfacht die E-Mail-Erstellung erheblich, da es das Layout der E-Mail vordefiniert. Durch ein Template können außerdem unveränderliche Inhalte einer E-Mail festgelegt werden, wie z.B. das Logo des Unternehmens im Header der Mail oder der verpflichtende Abmeldelink im Footer.

Spam

Spam steht als Sammelbegriff für alle Formen von massenhaft versandten, unerwünschten E-Mails, elektronischen Kettenbriefe oder Werbepost.

Wir distanzieren uns ausdrücklich von einer solchen Art des E-Mail Versandes. Leider wird der Begriff zu oft als Negativbegriff für jegliche Kommunikation per E-Mail genutzt. Auch ist hier ein Unterschied zwischen nicht erwünschter (bestellter) E-Mails und nicht relevanter, aber abonnierter Kommunikation zu sehen.

Return on Investment

Zur Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolgs einer E-Mail-Marketing-Kampagne wird der Return on Investment (kurz ROI) herangezogen. Der ROI berechnet sich aus dem Verhältnis des erzielten Gewinns einer Newsletter-Kampagne zu den dafür angefallenen Kosten. Bei einem ROI von 100% ist eine Kampagne kostendeckend. Auf der Kostenseite (Investment) stehen Personalkosten, die im Zusammenhang mit der Erstellung und dem Versand eines Newsletters entstehen, abteilungsübergreifende Leistungen und die Abschreibung für Templates und Strategie. Auch Tool-Kosten und ggf. externe Dienstleisterkosten im Rahmen der Erstellung zählen hier dazu.

Viele Faktoren im E-Mail-Marketing lassen sich nur mit großem Aufwand anhand eines Geldwertes festmachen oder sind überhaupt nicht messbar. Deshalb sollte der ROI nicht als absolute Größe angesehen werden und der Aufwand zur Ermittlung angemessen sein.

Öffnungsrate

Die Öffnungsrate beschreibt, wie viele Empfänger:innen des Newsletters die E-Mail öffnen. Damit gehört sie zu den wichtigsten Kennzahlen, die für die Bewertung eines Newsletters herangezogen werden können. Die Öffnungsrate ist das prozentuale Verhältnis der Anzahl an geöffneten E-Mails im Verhältnis zu den zugestellten Newslettern. Sie wird durch ein sogenanntes Zählpixel erhoben. Das ist ein ein Pixel großes Bild, das im Newsletter versteckt ist und dessen Downloads gezählt werden.

Es wird zwischen der unique Öffnungsrate, also der eindeutigen Öffnungsrate und der totalen bzw. absoluten Öffnungsrate unterschieden. Hierbei ist die eindeutige Öffnunsgrate aussagekräftiger, da sie anzeigt, wie viele einzelne Kontakte die E-Mail geöffnet haben.

Newsletter

Newsletter sind regelmäßige wiederkehrende E-Mails, die mit Hilfe eines E-Mail-Programms an einen bestimmten Abonnent:innenkreis verschickt werden. Sie dienen in der Regel dazu, Kunden über interessante Neuigkeiten aus Ihrem Unternehmen zu informieren, wie beispielsweise Produktneuheiten oder Angebote.

Im Online Marketing kommt man nicht an Newslettern vorbei, da sie ein wichtiges Instrument für Kundenkommunikation und Kundenbindung sind. Besonders im B2B-Bereich sollte die Relevanz eines Newsletters nicht unterschätzt werden.

Mobile Öffnungsrate

Die Mobile Öffnungsrate ist eine Kennzahl, die angibt, wie viel Prozent der Leser:innen einer E-Mail diese auf einem mobilen Endgerät geöffnet haben. Da immer mehr Menschen ihre E-Mails fast ausschließlich auf ihrem Smartphone oder Tablet lesen, gilt es, die E-Mail auch für Mobile Endgeräte zu optimieren. Dabei gibt es in der Gestaltung einiges zu beachten, wie den Text größer anzuzeigen, Klickflächen (z.B. CTA-Buttons) größer darzustellen und auf die Länge der E-Mail zu achten.

Meta-Tags

Meta-Tags sind vor allem im Web Development zu finden und werden dort zum Beispiel zur Suchmaschinenoptimierung eingesetzt. Doch auch in der E-Mail-Entwicklung sind Meta-Tags sinnvoll: Wie auch bei Websiten befinden sich die Tags im Head des HTML-Dokumentes.

Mehrfachklick

Klicken die Empfänger:in in einer E-Mail eine Verlinkungen mehr als einmal, spricht man von einem Mehrfachklick. Dieser lässt auf ein größeres Interesse am Inhalt hinter dem Link schließen. Mehrfachklicks wirken sich positiv auf die gesamte Klickrate einer E-Mail-Kampagne aus und sollten im Rahmen des Link-Trackings regelmäßig überprüft werden.

Link-Tracking

Beim Link-Tracking geht es darum, das Klickverhalten der Empfänger:innen einer E-Mail nachzuvollziehen. Dadurch lässt sich nachvollziehen, welche Inhalte einer Mail gut und welche weniger gut funktioniert haben.

Leadgenerierung

Die Generierung von Leads - also potenziellen Kund:innen und Interessent:innen - zählt für die meisten Unternehmen als Hauptgrund für E-Mail-Marketing. Am üblichsten ist hier die Leadgenerierung durch die Anmeldung zu einem Newsletter. Das Ziel ist, aus Leads Kunden zu machen.

Lead Nurturing

Lead Nurturing umfasst verschiedene Maßnahmen, um Leads - also qualifizierte Interessenten - zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Inhalten zu versorgen, damit sie letztlich zu Neukunden werden. Der Prozess des Lead Nurturing setzt nach dem Konvertieren potenzieller Kund:innen zu Leads an. Nach dem Erhalt der E-Mail-Adresse der Interessent:innen geht es nun darum, diese mit relevanten Informationen zu versorgen, um sie in einem nächsten Schritt zu Käufer:innen zu machen. Darüber hinaus müssen aber auch Bestandskund:innen gepflegt werden, um sie z.B. zu einem erneuen Kauf zu motivieren.

KPIs

KPI steht für Key Perfomance Indicator und bezeichnet Kennzahlen, die im E-Mail-Marketing zur Erfolgsmessung von Kampagnen benutzt werden. Übliche KPIs im E-Mail-Marketing sind zum Beispiel die Zustellrate, die Bouncerate, die Klickrate oder die Conversion Rate.

Kontakte

Ohne Kontakte geht nichts. Kontakte sind die Daten der Personen, die sich im E-Mail-Verteiler befinden. Diese Kontakte können mit DOI oder one in den Verteiler gekommen sein. Für transaktionale Mailings, also zum Beispiel Kaufbestätigungen, wird kein Opt-In benötigt.

Für einen einfachen Versand lohnt es sich, die Kontakte in unterschiedliche Segmente zu unterteilen. Dabei ist es wichtig, dass die Datenbank gut zu pflegen. In der Kontakthistorie muss außerdem zu sehen sein, wann der Kontakt seine Werbeeinwilligung gegeben hat.

Klickrate

Die Klickrate zählt zu den wichtigsten Kennzahlen im E-Mail-Marketing und gibt Auskunft darüber, wie viel Prozent der Empfänger:innen einer E-Mail diese nicht nur geöffnet (Öffnunsrate), sondern auch mindestens eine Verlinkung angeklickt haben. Dabei wird zwischen der gesamten (alle Klicks werden einberechnet) und der Unique Klickrate (pro Person wird nur ein Klick einberechnet) unterschieden.

So wird die Klickrate berechnet: Klickrate (%) = Klicks : (Versandmenge - Bounces) x 100

Junkmail

Junk-E-Mails, oder auch Spam-E-Mails genannt, sind Massennachrichten, die an Personen gesendet werden, obwohl diese teilweise nicht darum gebeten haben, sie zu erhalten. In der Regel enthalten diese E-Mails Werbung für bestimmte Produkte oder Dienstleistungen.

Unter diese Art von E-Mails fallen auch Scam- und Phishing-E-Mails. Wenn eine E-Mail durch einen Spamfilter im Postfach als Spam klassifiziert wird, wird die Nachricht automatisch in den Junk-E-Mail-Ordner verschoben.

Impressum

Das Impressum gilt als Pflichtangabe in geschäftlichen E-Mails. In Newslettern befindet es sich meist am Footer am unteren Ende der E-Mail und beinhaltet die folgenden Informationen: Firmenname, Rechtsform, Handelsniederlassung, Registergericht und Nummer, bei GmbH: Name des Geschäftsführers, bei AG: Namen der Vorstandsmitglieder, des/der Vorstandsvorsitzende und Vorsitzende des Aufsichtsrats.

Implementierung

Nachdem die Entscheidung für ein Versandtool für das E-Mail-Marketing gefallen ist, steht die Implementierung an. Darunter versteht man die Anbindung an die anderen Tools und Programme, die genutzt werden. Die Implementierung ist meist sehr zeitintensiv und sollte daher gut geplant sein: Es umfasst zum Beispiel die Erstellung der Schnittstellen, den Upload von Datensätzen, der Integration von Produktkatalogen und noch viel mehr.

Header

Der Header ist das Bild ganz oben in der Mail. Es zeigt sofort an, worum es in der Mail geht und sollte daher auf das Hauptthema eingehen.

Zu viel Text auf dem Bild lenkt vom Inhalt ab und sollte daher vermieden werden. Das Bild sollte außerdem zur Stimmung der E-Mail passen. Wenn die Leser:innen die E-Mail öffnen, sollte der Header nicht den kompletten Screen einnehmen. In diesem Fall verschwindet relevanter Content und ist nicht mehr auf den ersten Blick sichtbar.

Hard Bounce

Ein Hard Bounce zeigt an, dass es einen dauerhaften Fehler im Zustellen der Mail gibt. So ein Fehler kann zum Beispiel sein, dass es die Empfänger-E-Mail-Adresse nicht gibt oder der Server die Zustellung blockiert. Wenn es zu einem Hard Bounce kommt, wird die Sender-Adresse auch für künftige Kampagnen blockiert.

Grafiken

Die Kombination von Bild und Text macht einen Newsletter aus. Zu viel Text kann dazu führen, dass der/die Leser:in schnell wieder aussteigt, zu viele Bilder bzw. Grafiken können dazu führen, dass die Mail zu groß ist und daher nicht richtig angezeigt wird. Wichtig ist also, das Verhältnis ausgewogen zu halten. Bei Bildern sollte immer daran gedacht werden, einen Alt-Text zu hinterlegen, sodass die Mail auch beim Einsatz von Screenreadern oder Sprachassistenten nicht an Sinnhaftigkeit verliert. Um eine bessere Auflösung auf Retina-Displays zu schaffen, empfehlen wir euch, die Grafiken in doppelter Pixelstärke zu erstellen.

GIFS

Das GIF (Graphic Interchange Format) ist ein Bildformat, das im Gegensatz zu PNG oder JPG animiert darstellt. Gezielt eingesetzt kann ein GIF die E-Mail-Kampagne aufwerten und sich positiv auf den Erfolg auswirken.

Geburtstagsmails

Eine Geburtstagsmail ist eine automatisierte, anlassbezogene E-Mail, in der dem Kontakt zum Geburtstag gratuliert wird und auf Kundenbindung abzielt. Oftmals wird der Kontakt zusätzlich durch ein Incentives (wie Rabattcodes, Gutscheine) zum Kauf motiviert.

Footer

Der Footer befindet sich im unteren Ende einer E-Mail und muss die folgenden Informationen enthalten: ein Impressum, einen Anmeldelink sowie die Datenschutzerklärung des Unternehmens. Die Datenschutzerklärung ist oftmals sehr lang, weshalb hier ein Link zur Seite auf der Website ausreicht. Darüber hinaus ist der Footer aber auch der richtige Ort, um zum Beispiel Social Media Accounts, Kontaktmöglichkeiten und vertrauensweckende Informationen wie Qualitätssiegel in einer E-Mail unterzubringen.

Follow-Up-Mailing

Unter dem Follow-Up-Mailing versteht man das Verschicken eines Follow-Ups, also einer oder auch mehrerer Folgenachrichten, die thematisch an ein bestimmtes Ereignis anschließen. Follow-Up-Mails sind meist automatisiert und durch einen Trigger ausgelöst. Beispiele für typische Trigger für Follow-Up-Mails sind das Nachfassen bei einer nicht vollendeten Anmeldung oder Bestellung (anlassbezogene Follow-Up-Mails) oder auch im Rahmen einer Willkommensstrecke (zeitbezogene Follow-Up-Mails).

Erfolgsmessung

Die Erfolgsmessung ist ein unverzichtbarer Teil des E-Mail-Marketings. So gilt es die verschickten E-Mail-Kampagnen nach Versand sorgfältig zu überprüfen: Kennzahlen wie die Öffnungsrate, die Click-Rate und die Conversion-Rate spielen hier eine wichtige Rolle und geben Auskunft über die Performance einer E-Mail-Kampagne.

E-Mail Service Provider

E-Mail Service Provider sind Dienstleister im E-Mail-Marketing. Zu den Hauptfunktionen dieser Anbieter gehören das Erstellen von Anmeldeformularen, das Pflegen von Mailinglisten, das Erstellen und Verschicken von E-Mail-Kampagnen und die anschließende Überprüfung und Auswertung der versendeten Kampagnen. In Deutschland häufig genutzte ESPs sind zum Beispiel Mailchimp, Mailingwork, sendinblue und emarsys.

E-Mail-Marketing

Das E-Mail-Marketing ist eine Form des Dialogmarketings und bezeichnet alle Arten des Marketing, die auf dem Aussand von E-Mails beruhen. Die Ziele des E-Mail-Marketings können variieren, oftmals geht es dabei aber um den Verkauf von Produkten und Kundenbindung. Das E-Mail-Marketing bringt viele Vorteile mit sich: So ist der Versand von E-Mails äußerst kostengünstig, schnell und flexibel. Außerdem ist dieser sehr gut messbar und vor allem im Vergleich zu Social Media deckt man mit dem E-Mail-Versand eine größere Zielgruppe ab.

Editorial

Im E-Mail-Marketing versteht man unter dem Editorial den Einleitungs- oder Begrüßungstext, bei dem die Leser:innen oftmals persönlich angesprochen werden.

Digitaldialoge

#Digitaldialoge ist der fuchs+wald Blog für E-Mail-Marketing und Marketing Automation. Hier findet ihr Blogbeiträge zu grundlegenden und aktuellen Themen im E-Mail-Marketing.

Dialogmarketing

Das Dialogmarketing ist eine Form des Direktmarketings, das auf die Interaktion mit Kunden:innen abzielt. Das Ziel ist es dabei, an ein möglichst konkretes Wissen über die Kund:innen zu gelangen. Dialogmarketing findet sowohl offline als auch online statt: Beim digitalen Dialogmarketing findet die Ansprache neben dem E-Mail-Marketing vor allem auch auf Social Media statt.

DSGVO

Die Datenschutz-Grundverordnung ist eine Verordnung der EU und dient dem Schutz personenbezogener Daten. Im E-Mail-Marketing gibt es verschiedene Aspekte, die beachtet werden müssen, um DSGVO-konform vorzugehen. Besonders wichtig ist zum Beispiel das Double-Opt-In Verfahren oder ein DSGVO-konformer Footer in den E-Mails.

Double Opt-In

Der Double-Opt-In (DOI) gilt nach DSGVO als rechtskonformes und sicherstes Registrierungsverfahren im E-Mail-Marketing. Dabei müssen die Kontakte die E-Mail-Adresse in ein Anmeldeformular eingeben, um sich z.B. für einen Newsletter anzumelden. Im Anschluss wird an die angegebene E-Mail-Adresse eine Bestätigungsmail geschickt, in der der Kontakt die Anmeldung bestätigen muss. Erst wenn diese beiden Schritte erfolgt sind, wird die E-Mail-Adresse in die Mailingliste aufgenommen.

Customer Relationship Management (CRM)

Customer Relationship Management bezeichnet die kundennahe Ausrichtung des Unternehmens und die Pflege von Kundenbeziehungen. Die Maßnahmen sind dabei am Customer Lifecycle ausgerichtet und streben eine langfristige Kundenbindung und Kundenzufriedenheit an. Das E-Mail-Marketing stellt einen wichtigen Teil des CRMs dar.

Conversion Rate

Die Conversion Rate einer E-Mail beschreibt den prozentualen Anteil von Empfänger:innen, die durch Klick auf einen CTA die gewünschte Handlung (z.B. einen Kauf) ausführen. Die Conversion-Rate geht damit über die Click-Through-Rate hinaus und wird wie folgt berechnet: Conversion-Rate (%) = (Conversions/Klickende Empfänger) x 100

Confirmed-Opt-in (COI)

Beim Confirmed-Opt-In erhalten die Empfänger:innen nach der Eintragung der E-Mail-Adresse auf die Adressliste (zum Beispiel bei der Anmeldung für den Newsletter) eine Bestätigungsmail. Im Gegensatz zum Double-Opt-In ist hier allerdings keine Aktion mehr notwendig, um die Anmeldung bestätigen. Der Confirmed-Opt-In gewährleistet keinen sicheren Schutz vor Spam, da die eigene E-Mail-Adresse durch Dritte in den Verteiler aufgenommen werden, ohne dass man diese Anmeldung zusätzlich noch bestätigen muss.

Wir raten euch dringend davon ab, auf diese Weise Marketingkampagnen zu versenden, da ihr mit diesem Verfahren nicht die aktuell gültige DSGVO einhaltet.

E-Mail-Client

Der E-Mail-Client dient dem Verwalten von E-Mails: Hier können E-Mails geöffnet, verfasst und versendet werden. Der E-Mail Client unterscheidet sich von Webmail-Diensten (wie zum Beispiel Web.de und Gmail), bei denen E-Mails direkt im Browser gelesen und geschickt werden können.

Click-Through-Rate (CTR)

Die Click-Through-Rate ist der Anteil der Empfänger:innen, die nach dem Öffnen einer E-Mail auf mindestens einen Link geklickt haben. Da die CTR eine hohe Aussagekraft über Erfolg oder Misserfolg der E-Mail-Kampagne halt, sollte die Kennzahl nach jedem Aussand überprüft werden. Gründe für eine geringe Click-Through-Rate können ein nicht eindeutig formulierter Call-to-Action oder die Platzierung des CTA-Buttons sein.

Certified Senders Alliance (CSA)

Die Certified Senders Alliance ist eine Zertifierung des Verbandes der Internetwirtschaft eco e.V. (ECO) und dem Deutschen Dialogmarketing Verband und stellt das Gegenstück zur Blacklist dar. Durch die Eintragung in die CSA-Whitelist werden E-Mails von seriösen Massenanbietern nicht direkt als Spam deklariert.

Call-to-Action (CTA)

Ein Call-to-Action fordert die Leser:innen zu einer bestimmte Aktion auf. Wie auf Webseiten werden CTAs auch im E-Mail-Marketing meist auf Buttons platziert. Der auf dem Button hinterlegte Link führt dabei meist auf eine Landingpage oder externe Website.

Der CTA sollte nach Öffnung der Mail ohne Scrollen direkt ersichtlich sein (above-the-fold). Falls die Aktion zuerst ausführlicher erklärt werden muss, um für die Leser:innen verständlich zu sein, kann der CTA-Button auch weiter unten in der Mail platziert werden. In diesem Fall ist es aber wichtig, die E-Mail so zu gestalten, dass die Leser:innen weiterscrollen. Das kann zum Beispiel durch den Aufbau der Inverted Pyramid erzielt werden.

Bouncerate

Die Bouncerate stellt eine wichtige Kennzahl im E-Mail-Marketing dar und beschreibt die Unzustellbarkeit der versendeten E-Mails. Sie beschreibt das prozentuale Verhältnis von Bounces zu versendeten E-Mails. Eine hohe Bouncerate geht meist auf einen nicht sorgfältig gepflegten E-Mail-Verteiler zurück.

Bounce

Ein Bounce ist eine Fehlermeldung, die anzeigt, dass eine E-Mail nicht an den/die Empfänger:in zugestellt werden konnte.

Man unterscheidet zwischen Soft Bounces, Block Bounces und Hard Bounces. Soft Bounces machen durchschnittlich 0,21% der versendeten E-Mails aus. Die Mails können hier vorübergehend nicht zugestellt werden, beispielsweise wegen eines vollen Postfaches. Hard Bounces betreffen durchschnittlich 0,25% der versendeten Mails. Die E-Mails können hier generell nicht zugestellt werden, da zum Beispiel die Adresse unbekannt ist. Bei Block Bounces wird die E-Mail vom empfangenden Server zurückgewiesen. Das kann u.a. daran liegen, dass die E-Mail als Spam eingestuft wird.

Blacklist

Die Blacklist dient der Filterung von E-Mails. Die Liste enthält alle dem E-Mail-Provider unbekannte und nicht vertrauenswürdige Domains und IP-Adressen. Wird eine E-Mail von dieser Domain oder IP-Adresse gesendet, wird sie den Empfänger:innen nicht zugestellt.

Gründe für das Aufnehmen auf eine Blacklist sind zum Beispiel die Nutzung von gekauften E-Mail-Adressen, das Verwenden eines ungültigen Opt-In Verfahrens oder dass Mailings mehrfach als Spam eingestuft wurden. Es besteht die Möglichkeit, die IP-Adresse oder Domain "whitelisten" zu lassen, also von der Blacklist entfernen zu lassen. Meist erfolgt das gegen eine Gebühr oder mit einer sinnvollen Erklärung.

Betreffzeilenbandit

Oftmals sind Kampagnenmanager:innen keine Texter:innen und tun sich daher schwer mit der Erstellung einer aussagekräftigen Betreffzeile. Der Betreffzeilenbandit widmet sich diesem Problem und hilft euch dabei, zufällige Betreffzeilen zu erstellen, die ihr einfach kopieren und in das E-Mail-Versandtool eingefügen könnt.

Betreffzeile

In der Betreffzeile werden die Leser:innen bereits vor Öffnung einer E-Mail kurz über den Inhalt informiert. Neben der Absenderadresse ist auch der Betreff wichtig für den ersten Eindruck und soll zum Öffnen der E-Mail animieren. Es gilt daher zu überzeugen: Das kann zum Beispiel durch Stilistische Mittel, Emojis und Personalisierung erfolgen. Auch die Länge der Betreffzeile spielt eine wichtige Rolle. Da sie gern abgeschnitten wird, sollten sich wichtige Infos eher am Anfang befinden und nicht mehr als 40-70 Zeichen enthalten sein.

Autoresponder

Unter einem Autoresponder (auch: Autoreply) versteht man ein automatisiertes Antwort-Mailing, das durch ein bestimmtes Trigger-Event versendet wird. Oftmals wird der Autoresponder durch den Eingang einer E-Mail augelöst, z.B. bei einer Abwesenheitsnotiz.

Automation

Auch aus dem E-Mail-Marketing ist das Thema Automation nicht mehr wegzudenken. Unter automatisierten Mailings versteht man anlassbezogene E-Mail-Kampagnen, die die Empfänger:innen genau zum richtigen Zeitpunkt erreicht. Die Auslösung einer Automation kann durch ein bestimmtes Verhalten der Kontakte erfolgen oder beispielsweise durch das Erreichen eines Punktes im Customer Lifecycle.

Beispiele für automatisierte Kampagnen sind z.B. Willkommens-Mails, Geburtstags-Mails oder Reaktivierungskampagnen.

Accessibility

Unter Accessibility versteht man im E-Mail-Marketing die Barrierefreiheit der versendeten E-Mail, d.h. dass die E-Mail für alle Menschen zugänglich gemacht wird. Oftmals wird die Relevanz von barrierefreien Inhalten unterschätzt, da E-Mail-Marketer:innen davon ausgehen, dass nur ein geringer Anteil ihrer Empfänger:innen auf barrierefreie Inhalte angewiesen sind und sich somit der Mehraufwand nicht lohnt. Dabei machen barrierefreie E-Mails die Inhalte nicht nur für Menschen mit dauerhaften oder temporären Einschränkungen zugänglich, sondern sind für alle Menschen strukturierter aufgebaut, verständlicher und weniger störungsanfällig.

Mit ein paar Best Practices kann man schnell die Barrierefreiheit einer E-Mail verbessern, wie beispielsweise kontrastreiche Farben zu verwenden, wichtige Inhalte nicht in Bildern zu verstecken, Bilder mit aussagekräftigen Alt-Texte zu versehen und semantische HTML-Attribute zu benutzen (wie z.B. h1, h2,.. für Headlines).

Abmelderate

Unter der Abmelderate versteht man den prozentualen Anteil von zugestellten E-Mails zu Abmeldungen eines Versandes. Die Zahl gibt also Auskunft darüber, wie viele Empfänger:innen sich über den Abmeldelink in der jeweiligen Kampagne vom Newsletter abgemeldet haben. Generell sollte die Abmelderate nicht dauerhaft höher als 0,5% sein.

Und so wird die Abmelderate berechnet: Abmelderate (%) = Anzahl Abmeldungen/(Versandmenge - Bounces) x 100

Absenderadresse

Die Absenderadresse ist die als Absender angezeigte E-Mail-Adresse. Diese sollte im E-Mail-Marketing auf keinen Fall eine No-Reply-Adresse sein, sondern gezielt eingesetzt werden, um die Empfänger:innen zur Öffnung der Mail zu animieren. Es können unterschiedliche Namen für verschiedene Anlässe genutzt werden, es ist aber wichtig, dass der Absender immer klar erkenntlich bleibt.

A/B-Testing

Beim A/B-Testing werden zwei oder mehr Versionen eines Newsletters miteinander verglichen. Dabei können Design- (z.B. Bilder, CTA-Button), Textelemente (z.B. Betreffzeile) sowieso den Versandzeitpunkt getestet werden. Wichtig dabei ist es, immer nur eine Veränderung in der Mail vorzunehmen, also beispielsweise ein kurzes gegen ein langes Editorial zu testen und nicht gleichzeitig auch noch unterschiedliche Bilder zu nutzen.

Um eine Kampagne erfolgreich zu testen, sollten vorher das genaue Ziel und KPIs des Tests definiert werden. Kennzahlen können zum Beispiel sein: Öffnungsrate, Abmelderate, Click-Through-Rate. Für die bessere Vergleichbarkeit sollte pro Mail jeweils nur ein Element getestet werden.